Chronik von 1959 - 1983

1959
In diesem Jahr nahm die Art der Thronzahlung eine neue Form an. Sie soll in gemütlicher Runde mit dem gesamten Vorstand erfolgen.
Eine weitere Neuerung bahnt sich an, dass die neuen Schützen vereidigt werden sollen.
Das Tambourcorps konnte sein zehnjähriges Jubiläum feiern.
Königspaar wurden Kurt Münchow und Frau Ingrid Reismann, die zum ersten Mal das neue Königsdiadem des letzten Königspaares trug.
Sorge machte natürlich damals schon das liebe Geld. Die Eintrittspreise zu Schützenfest im Festzelt sollen von DM 2.- auf DM 3.- steigen.

1960
Im Jahre 1960 standen erstmal Neuwahlen zum Vorstand an. Gewählt wurden: 1. Vorsitzender Alfons Körner, 2. Vorsitzender Heinrich Kemper, Oberst Alfred Mölleken, Schriftführer Hans Meiners und Kassierer Fritz Scholten.
Das Kinderschützenfest feiert in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen. Für die Kinder wird eine eigene Fahne angeschafft.
Zur Vorstandssitzung am13.8. gelang den Damen der Einbruch in die männliche Domäne. Frau Emilie Kemper wurde mit zur Vorstandssitzung eingeladen.
Durch den Zutritt vieler neuer Schützen tritt zum ersten Mal die Frage nach getrennten Schützenzügen (Kompanien) auf.

1961
Die Wirtschaft Schulte am Dülmen erhält einen neuen Pächter. Da der Kassenbebestand nur noch 5,08 DM betrug, wurde der neue Beitrag auf 12.- DM festgesetzt.
Der traditionelle Fackelzug zum Friedenswäldchen darf durch Behördenanordnung nicht mehr stattfinden, so findet er diesmal am Feldherrnhügel bei Klammer statt.
Zum Schützenfest ist ein neuer Vogelstand fertig, der beim Vereinswirt Heinrich Schepers aufgebaut wurde. Die Kompanien sind im Entstehen

1962
Es wurde eineTrennung beim Scheibenschießen nach Altersklassen eingeführt. Wechselseitig soll zum Schützenfestsamstag bei Hövels, Schepers oder am Friedenswäldchen angetreten werden.
Durch geheime Abstimmung wird die Ausrichtung des Schützenfestes in diesem Jahr an die Gaststätte Schepers vergeben. Die Tradition vor dem Krankenhaus vorbeizumarschieren und ein kleines Ständchen zu bringen, wird eingeführt. Beim Scheibenschießen gibt es zwei Altersklassen, über 60 Jahre und darunter. Den Bataillonspreis erhält der beste Schütze. Für jede Altersklasse wird ein 1. Preis ausgesetzt.
Das Frühlingsfest wird durch einen Frauennachmittag ersetzt, dem abends ein gemütliches Beisammensein mit den Männern folgt

1963
Das Jahr wird geprägt durch die Frage: Was kann für die Jugend getan werden. Es wird angestrebt, den Vorstand zu verjüngen und einen Jungschützenzug zu bilden. Jungschützen können ab 16 Jahren aufgenommen werden und bleiben bis 18 Jahre beitragsfrei. 45 Schützen haben sich zur Anschaffung einer Uniform entschlossen und das Tragen eines Schützenhutes wird für alle Schützen zur Pflicht. Präsident Körner feiert sein 25jähriges Jubiläum als Präsident. Der Tag der Errichtung des Friedenswäldchen jährt sich zum 150. Mal.

1964
Alle bisherigen Könige werden zu Unteroffizieren befördert. Die Mitgliederzahl des Vereins ist auf 373 gestiegen. Ein eigener Fanfarenzug unterstützt in Zukunft die Schützenfestkapelle. Die Inthronisation des Kinderkönigspaares fand wieder am Feldherrnhügel bei Willi Engelmann statt.

1965
Winterfest in der bisherigen Form oder eine karnevalistische Veranstaltung an dessen Stelle, war in diesem Jahr die Frage. Das Tambourcorps hat jetzt 30 aktive Mitglieder und der Schützenverein wird um Unterstützung bei der Anschaffung von Instrumenten und Uniformen gebeten. Neben dem Ständchen am Krankenhaus sollen nun zusätzlich die erkrankten Schützen am Samstag im Krankenhaus besucht werden.

1966
Der Mitgliederstand beträgt 377.
Der bisherige Vorstand wird einstimmig wiedergewählt. Oberleutnant Schlusemann regt erneut die Bildung von Kompanien an. Besonders soll herausgehoben werden, dass es in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal ein Kinderschützenfest gibt.
Der Vogel erwies sich in diesem Jahr als besonders zäh. Vier Stunden dauerte es, bis der Königsschuss durch Leo Sondermann aus dem Lauerhaasgebiet fiel. Auch die Schützenkönigin war am Lauerhaas zu Haus, Frau Else Schumacher. Holger Lankes wurde in diesem Jahr Kinderschützenkönig. Seine Mitregentin war Gisela Meiners.

1967
Der Adjutant des Präsidenten Hauptmann Bernhard Drost legt aus Altersgründen sein Amt nieder.
Es beginnt die Aera Leni Wensky, die nach 16 Jahren Emilie Kemper als Organisatorin des Kinderschützenfestes ablöst.
Schützenkamerad und Bürgermeister Fritz Mölleken stiftet neben dem Verein einen weiteren Preis für das Schießen, so dass in 3 Altersklassen Preise vergeben werden können. Bis 45 Jahre, 54-60 Jahre und über 60 Jahre. Die Bildung von Kompanien ist wohl nicht mehr zu umgehen und soll zunächst als Provisorium erfolgen. Es wird an drei Kompanien gedacht, deren Standorte die Wirtschaft am Dülmen, die Wirtschaft Schepers und die Wirtschaft Hövels werden sollen

1968
Erwin Schneiderhan wird zum Tambourmajor gewählt. Der Beschluss erfolgt, wer einmal König gewesen ist, soll erst nach 10 weiteren Jahren wieder zum Königschuss zugelassen werden.
Die beliebte Thronaufführung muß in diesem Jahr ihren Anfang genommen haben. Man beschließt, der Festzug soll nicht nur am Krankenhaus, sondern auch am Altenheim vorbeiführen.
Die Kompanien werden endgültig mit 95 von 108 Stimmen abgesegnet und in separaten Versammlungen der neuen Kompanien bestätigt.
Am Lauerhaas entsteht ein Marktplatz. Dort tritt in Zukunft vor der neu eröffneten Tannen-Apotheke das Bataillon an.
Wegen der Sommerferien wird das Kinderkönigsschießen am Sonntagmorgen durchgeführt.
Ein Höhepunkt des Schützenfestes bedeutete die Ehrung des Präsidenteten Alfons Körner für sein 30jähriges Präsidentenjubiläum. Fast alle ehemaligen Könige und Königinnen, soweit es ihnen gesundheitlich möglich war, waren zur Jubelfeier des Präsidenten erschienen.
In der Vorstandssitzung vom 21.9. wurde Hans Meiners endgültig und einstimmig zum stellv. Präsidenten gewählt

1969
Obrighoven-Lackhausen wird nach Wesel eingemeindet.
Da es das Amtsgericht nicht zuließ, dass die Funktion des Vizepräsidenten und des Schriftführers in Personalunion durchgeführt werden kann, musste für Hans Meiners ein neuer Schriftführer gewählt werden. Zum neuen Schriftführer wurde darauf hin Franz Henneken gewählt.
Erstmalig wurde nach langer Zeit zum Auftakt des Schützenfestes geböllert und die Kompanien trafen sich Samstagmorgen auf dem neuen Marktplatz am Lauerhaas. Geehrt wurden für 50jährige Mitgliedschaft Viktor Wenning, Ernst Bergmann, Hermann Baumeister und Gustav Neu.
Besonderer Jubel erklang, als Ehrenmajor Viktor Wenning im 50. Jahr seiner Mitgliedschaft der Königschuß gelang. Zu seiner Mitregentin erkor er sich Frau Maria Hansmeier.
440 Kinder nahmen am Kinderschützenfest teil und das Kinderkönigspaar heißt Horst Bergmann und Vera Schmidt.
Zu erwähnen ist noch, dass König Viktor Wenning beim Königschießen aller Könige im Kreise Rees der Reichsapfelschuss gelang.

1970
Für die Ende 1969 geplante Gründung eines Jungschützenzuges wurde Günter Kleinoeder als Jungschützenzugführer am 31.03.1970 gewählt. Eine steile Karriere im Schützenverein Obrighoven begann.
Die Jungschützenzuggründung fand dann am 2.4.1970 statt.
Für den zum Ehrenpräsidenten ernannten Alfons Körner wird Willi Strößer von der 3.Kompanie zum neuen Präsidenten gewählt.
Ein herber Verlust traf den Schützenverein durch den Tod von Oberst Alfred Mölleken.
Zum Schützenfest trafen sich die Ehrenmitglieder und Jubilare am Samstagmorgen zum ersten Mal zum Umtrunk beim neuen Präsidenten Wilhelm Strößer.
Geehrt wurden für 50jährige Mitgliedschaft Bernhard Drost, Bernhard Sippekamp, Wilhelm Köster, Johann Schwaack, Heinrich Brosthaus und Hermann Baumeister.
Am Samstag um 16.15 Uhr verkündeten Böllerschüsse den Königsschuß von Walter Pooth, dessen Königin Emmi Kühn wurde. Kinderkönig wurde in diesem Jahr Norbert Wensky. Zu seiner Königin erwählte er sich Ute Bannemann.
Die Thronaufführung am Montag hatte das Motto „Thron anno dazumal“.
Nach dem Schützenfest wird beschlossen, das Kinderschützenfest demnächst am Schützenfestdienstag abzuhalten. Es entstanden so langsam die berühmt berüchtigten Frühschoppen am Montagvormittag

1971
Das Jahr brachte zunächst einmal die Wahl neuer Vorstandsmitglieder.
Oberst wurde Willi Engelmann und Major Heini Becks. Für den Rendanten wurde zur Entlastung ein Stellvertreter bestellt, sein Sohn Karl-Heinz Scholten.
Schützenfest 1971 konnten wir für 50jährige Mitgliedschaft unseren Ehrenpräsidenten Alfons Körner und Ernst Bleckmann ehren.
Aus einem Kreis von 28 Kandidaten gelang Helmut Baumann der Königschuß. Als Königin nahm er sich Irmgard Wolters an seine Seite.
Das Franz-Etzel-Pokalschießen wird in diesem Jahr vom Schützenverein Obrighoven durchgeführt. Der zweite Rang in der Schützenklasse ging an Gerd Mölleken.
In der Versammlung nach Schützenfest wurde dem Kameraden Theo Grütter besonders für die Erstellung einer neuen Königstafel gedankt. Zum ersten Mal wird in den Protokollen von einer Verlosung der Jungschützen gesprochen.

1972
Auf der Jahreshauptversammlung entstanden rege Diskussionen über den Tagesordnungspunkt „Gründung eines Reiterzuges“.
Trotz einiger Bedenken fand die Gründungsversammlung des Reiterzuges am 28. März 1972 statt. Zum Rittmeister wurde Heinrich Bosmann gewählt, zu seinem Stellvertreter Fritz Steckling.
Für eine neue Satzung wird eine Satzungskommission gegründet.
Beim diesjährigen Franz Etzel-Pokalschießen schnitt unser Verein hervorragend ab. In der Altersklasse der Mannschaften belegte er den ersten Platz und wurde Gewinner des Pokals der Stadt Wesel. Unsere Junioren holten ebenfalls den ersten Preis und damit den Pokal des Bürgerschützenvereins Wesel. Die Einzelwertung gestaltete sich zu einem Triumpf unserer Schützenfamilie Flores. Willi Flores holte sich den ersten Preis der Altersklasse. Martin Flores den zweiten in der Juniorenklasse.
Zum Schützenfest wurden für 50jährige Mitgliedschaft geehrt: Karl von der Mark, Johann Krahnen, Gustav Itjeshorst.
Zum ersten Mal nahm der neu gegründete Reiterzug am Umzug teil.

1973
Zu Schützenfest 1973 konnten wir Wilhelm Vens sen. für 60jährige Mitgliedschaft ehren. Rendant Fritz Scholten wird für 20jährige Zugehörigkeit zum Vorstand mit einem Orden geehrt.
Der Königsschuss gelang in diesem Jahr Norbert Arntz. Zu seiner Königin nahm er sich Margret Walter. Den letzten Rest des Vogels holte Ralf Buchmann im Kampf um die Kinderkönigswürde von der Stange. Zu seiner Mitregentin über die Kinderschar erwählte er sich Gisela Scholten.
Schützenfestsonntag nachmittags wurde die neue Standarte unseres Reiterzuges geweiht.
Am Montagabend bei der Thronaufführung erschien der alte Thron in Originalkostümen aus Ländern der Erdteile Asien, Amerika, Afrika und Europa und brachte Gastgeschenke mit.
Zum neuen Bataillonsschriftführer wird Manfred Wolters vorgeschlagen.

1974
Vizepräsident Hans Meiners und Randant Scholten stellen sich der Widerwahl und genießen das uneingeschränkte Vertrauen des Bataillons.
Bedingt durch das Wiederaufleben des Schützenlebens im Jahre 1949 hat man im Jahre 1974 allein 60 Jubilare zu ehren. Daher geschieht dieses im Kompanierahmen.
Die Vorschützenfestarbeit wird innerhalb der Kompanien aufgeteilt. Die erste und dritte Kompanie sorgen für das Grün, die zweite für die Ausschmückung.
Am Samstagmorgen wurden Heinrich Schwaack und Theo Grütter für 50jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
Den Königsschuss errang am Samstag um 15.55 Uhr Theo Höing. Zu seiner Königin erkor er sich Anneliese Jansen. Die Kinderkönigswürde erlangte am Sonntagmorgen Stefan Gnass. Zur Königin nahm er sich Ute Rölfing.
Zur Parade sprach Willi Schlusemann den Gründern des Tambourcorps, Marian Jankowski, Wilhelm Wolters, Erwin Neuköther und Erwin Schneiderhan Dank und Anerkennung zum 25. Jubiläum des Spielmannszuges aus.
Am Montagabend erfreute wieder der Thron des vergangenen Jahres mit einer Aufführung den neuen Thron. Herausragend waren dabei Margret Walter in einem Kinderwagen, eine Babyflasche am Mund, und Klaus Richter in einem Kindersportwagen.
Das Kinderschützenfest fand in diesem Jahr zum ersten Mal am Dienstagnachmittag statt.

1975
Das neue Jahr begann mit dem Verzicht von Kamerad Günter Kleinoeder als Jungschützenzugführer. Als Nachfolger wurde Johannes Halbsguth gewählt.
August Becks wird für 50jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.
20 Anwärter lieferten sich ein erbittertes Gefecht um die Königswürde, bis schließlich Bernhard Möllenbruck der beste Schuss gelang. Gisela Schulte wurde seine Königin. Die Kinderkönigswürde errang Jürgen Stiller. Seine Mitregentin auf dem Kinderthron wurde Christel Schlüß.
Bei der Thronaufführung am Montagabend erschien Theo Höing als Vogelhändler in zünftiger Lederhose inmitten einer gefiederten Vogelschaar.

1976
Die Wiederwahl zum Präsidenten brachte ein einstimmiges Ergebnis für Wilhelm Strößer.
Auch zum Bataillonsschießen wird jetzt Uniform gewünscht.
Ab diesem Jahr erhält die Königin erstmals vom Verein einen Ring mit dem ehemaligen Obrighovener Wappen und eingearbeiteter Jahreszahl als bleibende Erinnerung.
20 Anwärter kämpften um die Königswürde. Als glücklicher Sieger erwies sich Werner Wensky. Zur Königin nahm er sich Änne Overhoff. Sonntagmorgen fand der Kampf um die Kinderkönigswürde statt. Ernst Quinter tat hier den letzten und besten Schuss. Zur Königin hatte er sich Sabine Redick auserwählt.
Der alte Thron trat unter Heinz Jansen als die Isseltaler auf in zünftigen Wikkingerkostümen, außerdem mit dem notwendigen Proviant ausgestattet.

1977
Im Frühjahr trat der Hauptmann der 3.Kompanie Wilhelm Schlusemann zurück.
Zwei neue Pokale wurden von Walter von Goewels und der Familie Reismann gestiftet.
Schützenfestsamstag wurden auf dem Marktplatz für 50jährige Vereinszugehörigkeit Adolf Schanzmann sen. und Franz Meiners geehrt.
Das Königspaar dieses Jahres waren Richard Ossmann und Gerda Kleinoeder. Aus alter Schützenfamilie kommend gelang Thomas Koslitz der Kinderkönigsschuss. Zur Mitregentin erkor er sich Birgit Krebber.

1978
Wolfgang Schmidt wird als Schriftführer der Nachfolger von Manfred Wolters. Die Kompaniestände im Zelt wurden von der Versammlung einstimmig abgelehnt.
Schützenfest 1978, die schwarzen Trauerschlipse waren gefallen, das Bataillon präsentierte sich mit neuen grünen Schlipsen mit Schützenemblem. Für 50 Jahre Treue zum Verein wurden geehrt: Bernhard Häsel, Heinrich Häsel, Heinrich Krebber und Heinrich Tebbe.
Für 25jährige Vorstandsmitgliedschaft wurden ausgezeichnet: Heinrich Becks, Richard Bannemann, Werner Buchhorst, Wilhelm Schlusemann, Fritz Scholten; für 20jährige Tätigkeit im Geschäftsführenden Vorstand wurden ausgezeichnet: Wilhelm Engelmann und Hans Meiners.
Nach langem dramatischen Kampf wird exakt um 18.08 Uhr Fritz Kurek Obrighovener Schützenkönig. Zur Königin erkor er sich Frau Rita Steckling. Unser Kinderkönigspaar am Sonntagmorgen wurden Wolfgang Jansen und Silke Laader.
Am Montagabend wurde Erwin Schneiderhan für seine 10jährige Stabsführung im Spielmannszug geehrt. Absoluter Höhepunkt war dann die Thronaufführung. Die Thronpaare des Vorjahres kamen als farbenprächtige Schlümpfe unter der Leitung von Richard Ossmann als Vater Abraham.

1979
In den Kompanien erfolgt die Ablösung der älteren Generation.

1. Kompanie – Gerd Mölleken tritt an die Stelle von August Neuhaus
2. Kompanie – Herbert Laader tritt an die Stelle von Richard Bannemann
3. Kompanie – Walter Pooth tritt an die Stelle von Wilhelm Schlusemann.

Zur Frühjahrsversammlung stand die Wiederwahl des Vizepräsidenten und Rendanten an. Beide wurden einstimmig unter großem Applaus wiedergewählt.

Schützenfestsamstag konnten wir folgende Jubilare ehren:
Für 60jährige Treue zum Verein: Ehrenmajor Viktor Wenning, Ehrenrendant Ernst Bergmann.
Für 50jährige Treue Vereinsmitgliedschaft: August Heiligenpahl, Johannes Underberg.
Neun Königsanwärter brauchten insgesamt 277 Schuss bis der Vogel fiel. Wieder war ein Fritz König geworden, es handelte sich um Fritz Schumacher. Zur Königin nahm er sich Inge Sauerbach. Bei den Kindern errang gegen 40 Konkurrenten Michael Fahrens die Königswürden. Seine Königin wurde Britta Sauerbach.
Anlässlich des 10jährigen Bestehens des Jungschützenzuges empfing Jungschützenführer Jörg Tenbergen Abordnungen der Schützenvereine Fusternberg, Clever-Tor, vorm Brüner Tor und vom Weseler Bürgerschützenverein.
Am Montagabend erfolgte u.a. die Thronaufführung unter dem Motto Zirkus Ritz (Königin Rita und König Fritz). Die Begeisterung im Zelt war groß.

1980
Ehrenpräsident Alfons Körner bekam die Verdienstmedaille des Verdienstordens unserer Bundesrepublik.
Eine Beitragserhöhung musste endgültig durchgefochten werden. Nach heißen Diskussionen verdoppelte sich der Beitrag von 18.- auf 36.- DM. Zu unserem Verein gehörten zu diesem Zeitpunkt 541 Mitglieder.
Der bisherige Vorsitzende des Tambourcorps Willi Schlusemann wird von Fritz Kurek abgelöst.
Im April trat Werner Rölfing als Adjutant zurück. Sein Nachfolger wurde Karl-Heinz Neuhaus.
Am 16. Juli 1980 verstarb unser beliebter Präsident Wilhelm Strößer.
Trotz des schweren Verlustes empfing Schützenfestsamstag Otti Strößer in alter Tradition den Vereinsvorstand, das Königspaar und die Ehrenmitglieder in ihrem Haus.
Beim Antreten auf dem Marktplatz wurden Bernhard Drost und Johann Schwaack für 60jährige Treue geehrt. 50 Jahre gehörte Johann Häsel unserem Verein an.
Schon um 14.45 Uhr waren alle Preise geschossen und es konnte mit dem Königsschießen begonnen werden. Unter 10 Bewerbern war Horst Nissing beim 312. Schuss der glückliche Königsschütze. Ursula Hinze wurde seine Königin.
Wieder gingen die Kinder mit gutem Beispiel voran. Insgesamt hatten wir 40 Teilnehmer beim Kinderkönigschießen. Dirk Vennemann brachte das Kunststück fertig, sich sowohl einen Vogelpreis zu holen als auch den ganzen Vogel. Zu seiner Königin erwählte er sich Christa Pooth.
Am Montagabend wusste der Thron des vergangenen Jahres wieder den neuen Thron zu erfreuen. Das Motto war „Man muss halt den Nippel durch die Lasche ziehen“.
Zum Ende des Jahres wurde die Frage diskutiert, wer übernimmt die Nachfolge des verstorbenen Präsidenten Wilhelm Strößer

1981
Am 20.3. fand die Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten statt. Mit großer Mehrheit setzten sich die Kandidaten des Vorstandes durch. Hans Meiners wurde neuer Präsident und Günter Kleinoeder neuer Vizepräsident.
Die große Vorstandssitzung befasste sich mit der Aufgabenverteilung zu Schützenfest, dem 10-jährigen Bestehen des Reiterzuges im Jahre 1982, und das anstehende 150jährige Vereinsjubiläum.
Der Schützenfestsamstag begann mit der Ehrung für 60jährige Mitgliedschaft von Ehrenpräsident Alfons Körner und Veteran Ernst Bergmann. Für seine 50jährige Treue zum Verein wurde August Gerten geehrt.
Um 13.00 Uhr begann man mit dem Vogelschießen und erst im dritten Durchgang fiel der letzte Vogelpreis. Zu vermerken ist, dass Egon Häsel sich sowohl den rechten als auch den linken Flügelpreis holte. Da man mit der Zeit zurück lag, ließ die Schießkommission direkt mit Hornet weiter schießen. So sicherte sich Josef Häsel die Königswürde bereits mit dem 94 Schuss. Renate Mölleken nahm er sich zur Königin.
Sonntagmorgen eiferten dann die 10-14jährigen Jungen beim Kinderkönigschiessen den Erwachsenen nach. Kinderkönigspaar wurde Martin Rosenau mit Wiltrud Kühn.
Der Höhepunkt der Frühschoppen am Montag war, als ein Kommando der dritten Kompanie mit echtem Einsatzwagen und Polizeimotorrädern unter Führung von Werner Schulte als Zollkontrolle über die zweite Kompanie herfiel. Als Ablass für die Gebietsübertretung und die Einfuhr von fremden Tieren verlangte man 300 Liter Bier und 60 Liter Korn, schon in der Geschichte als Isselzoll bekannt.
Der Reiterzug empfing Präsident Meiners in einer Kutsche mit militärischen Ehren. Die Reiter selbst präsentierten sich, nachdem der König sie bei der Parade zu Fuß hatte marschieren lassen, als Fußkranke mit Gips und Krückstock.
Am Abend war wieder Schützenball. Der Jungschützenzug hielt eine Tombola ab. Leni Wensky, die zum fünfzehnten Mal unser Kinderschützenfest leitete, durfte die Lose ziehen.
Der alte Thron tauchte bei der Thronaufführung als Neptuns Garde aus des Meeres Tiefen auf.
Ein Festausschuss zur Vorbereitung des 150. Schützenfestes wird gegründet. Ihm gehörten an: Walter von Goewels, Werner Lümmen, Peter Theodor Nicolai, Fritz Sons, Theo Höing, Dieter Berning, Fritz Kurek, Erwin Schneiderhan und Rainer Janßen. Der Vorsitzende des Festausschusses wurde Vizepräsident Günter Kleinoeder. Justitiar Peter Nicolai trug die Veranwortung für die Festschrift.

1982
Der wichtigste Punkt der Jahreshauptversammlung war die Verabschiedung von Major Heini Becks und die Wahl seines Nachfolgers.
Heini Becks wurde zum Ehrenmajor gewählt und sein Nachfolger wurde Walter von Goewels. Den Platz als Thronoffizier den Walter inne hatte, übernahm nach einiger Überzeugungsarbeit Josef Welsing.
Martin Flores begleitet zum ersten Mal seinen Vater den Böllermeister bei der Eröffnung des Schützenfestes.
Am Marktplatz begrüßte Oberst Willi Engelmann besonders die Hubertusjäger aus der St. Sebastianus-Bruderschaft Düsseldorf-Derendorf, deren Jugend stolz die Uniformen der Schill’schen Offiziere trug.
Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurden Karl von der Mark und Gustav Itjeshorst geehrt.
Von acht Königsanwärtern tat Klaus Waschkowski den letzten und glücklichsten Schuss und nahm Maria Schmitz zu seiner Königin.
Sonntagmorgen traten 29 Jungen zum Kinderkönigsschießen an. Norbert Arntz trat als Kinderschützenkönig in die Fußstapfen seines Vaters. Als Königin wählte er sich Nicole Reismann.
Zur Parade konnten zum zehnjährigen Jubiläum unseres Reiterzuges folgende Gäste begrüßt werden: Der Reiterzug der Bürgerschützen zu Wesel, der Reiterzug vorm Clever Tor – Feldmark, der Reiterzug Blumenkamp und der frisch aus der Taufe gehobene Reiterzug vorm Brüner Tor.
Weiterer Höhepunkt der Parade war eine Quadrille, geritten von den Mitgliedern unseres Obrighovener Reiterzuges: Günter Engelmann, Hartmut Sauerbach, Siegfried Neuhaus und Manfred Krebber.
Die Thronaufführung am Montagabend stand unter dem Motto: „Eine Reise an die Ursprünge des Schützenwesens“. Zugrunde gelegt wurde die Melodie: Komm wir machen eine Reise – Reiseführer war Jürgen Triebsees.
Die letzte Sitzung im Jahre 1982 diente der Vorbereitung des Jubiläumsjahres 1983.

1983
Die Sorgen um eine termingerechte Gestaltung des Festplatzes und des neuen Vogelstandes überschatteten das Frühjahr 1983.
Wilhelm Schlusemann erhält das Bundesverdienstkreuz.
Der Schriftführer wurde nach fünfjähriger Amtszeit einstimmig im Amt bestätigt. Ein neuer Böllermeister wird gewählt – es ist Martin Flores, der Sohn des bisherigen Böllermeisters Willi Flores, der zum Ehrenmitglied gewählt wird.
Der Festausschuss hat noch folgendes vermeldet: Die Firma Flender stellt zum Jubiläum einen gusseisernen Teller nach dem Entwurf von Julius Seifert her. Die Gussvorlage schnitzte Kurt Thomas, der Spieß der ersten Kompanie. Diese Teller sollen u.a. als Gastgeschenke für unsere befreundeten Vereine dienen. 21 Schützenvereine sind eingeladen und 800 Schützen wurden gemeldet.
Vom 20.08. – 23.08.1983 konnte nun am neuen Schießstand das Jubiläumsschützenfest gefeiert werden. Nach dem traditionellen Treffen am Marktplatz und dem Marsch zum neuen Schießstand folgte dort als erster Höhepunkt das Vogelschießen. Die Vogelpreise erkämpften sich Harald Koslitz (1. Kp. – Kopf), Rolf Schlusemann (1. Kp. – Reichsapfel), Hugo Conrads (2. Kp. – Zepter), Adolf Reinelt (1. Kp. – R. Flügel) und Norbert Wensky (Spzg. – L. Flügel). Der Königsschuss gelang in diesem Jahr Dieter Kleinherbers, der sich Anita Hegerring zur Königin nahm.
Am Sonntagmorgen wurde mit Christoph Greven der Kinderkönig ermittelt, der zur Königin Silke Immig nahm. Der Sonntagnachmittag brachte den Jubiläumshöhepunkt mit dem großen Platzkonzert des Oldenburger Heeresmusikkorps 11, der Begrüßungsrede von Präsident Meiners, den Grußworten durch Bürgermeister Wilhelm Schneider und Lackhausens Präsident Erich Buschmann, der Festrede von Herbert Küsters mit großer Parade der 19 Gastvereine.
Im Rahmen des 150-jährigen Bestehens des Obrighovener Schützenvereins fand auf dem großen Nebenplatz des Reitplatzes in der „Hohen Mark“ das feierliche Gelöbnis der am 1.Juli eingezogenen Rekruten statt.
Einige tausend Weseler Bürger nahmen mit den Obrighovener Schützen und den Abordnungen von 19 Schützenvereinen aus den Gemeinden in und rund um Wesel daran teil.